I – 5 – Freunde
Wenn wir im Verdrängungsraum forschen, brauchen wir Freunde –
Es ist nur wenigen gelungen, sich von der Prägung durch die Extreme, die die Freiheit im Keim zu ersticken sucht, zu befreien, indem sie ihre Stimmen erhoben. Unter anderen gehörten zu ihnen die Theoretikerin Hannah Arendt, sowie Künstler wie Claude Lanzmann, Psychiater wie Henry Crystal und William G. Niederland, Schriftsteller und Historiker wie Imre Kertesz, Primo Levi, Saul Friedländer, Alexander Solschenyzin, Alexander Mitscherlich, Ossip und Nadeshda Mandelstam, sowie die belgische Filmemacherin Chantal Akerman. Akerman starb am 5. Oktober 2015 im Alter von 65 Jahren in Paris durch Suizid.

@picture alliance /akg images / Marion Kalter
Akerman im Jahr 1985
Die Werke dieser Menschen haben uns über die realen Ereignisse aufgeklärt und moralisch orientiert. Wir stehen heute nicht hilflos da, wenn sich neue Diktaturen ausbilden und moderne Totalitarismen etablieren. Wir haben eine Medizin, um diese Krankheit zu heilen.
Im Foto: @faz / der französische Filmemacher und Direktor des Dokumentarfilms „Shoah“ Claude Lanzmann (1925-2028) im Jahr 1985.