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Familien
geschichte
bewahren

Europas Menschen durchlebten Tyrannei, Weltkriege, Genozide, Grenzverschiebungen und Bürgerkriege.

I - Familiengeschichte bewahren

Methode – Wir müssen Systeme schaffen, die es uns ermöglichen, beweglich zu bleiben …

II - Methode

 

 

Beispiele – eine böhmische Stube in Nordamerika

III - Beispiele

Während wir forschen, denken wir im Stillen und erkennen die Welt

Über das Projekt

Diese Arbeit widmet sich der Erforschung und Bewahrung der Geschichte von Individuen, der Geschichte von uns, den Einzelnen im kollektiven Geschichtsprozess. Es ist eine Forschung aus dem Privaten über das Private. Richtungskämpfe, soziale Bewegungen, Transformationen von Gesellschaften spielen sich in jedem einzelnen Individuum in der Familie unterschiedlich ab. Nicht Führungen, nicht Parteien, sondern die einzelnen Menschen machen Geschichte.

In meinem Forschungsansatz arbeite ich bewusst mit dem subjektiven Ansatz und versuche selbstkritische Methoden beim Beobachten der Geschichte sowie eine Technik der Archivierung des individuellen Geschichtsgedächtnisses zu entwickeln.
Familien-Geschichtsforschung ist für die Person, die sie betreibt, ein anspruchsvoller emotionaler und intellektueller Erkenntnisprozess, der viele Jahre, manchmal Jahrzehnte anhalten kann und für diejenigen, die im erschlossenen Feld forschen, eine Fundgrube. Familienforscherinnen sind Pioniere in unseren Gesellschaften. Sie rekonstruieren Familienverbände, deren Spuren sich verloren, und sie erschliessen unbekanntes psychisches Gebiet durch das Dickicht der Konflikte. Aus dieser physischen und emotionalen Erfahrung ist die Methode entstanden, die ich hier darstelle und nun mit all jenen teile, die sich an Familienforschung wagen, wo auch immer du lebst, ob in China, Palestina, Schweden, Russland, in Israel, Nordkorea, Vietnam, Nordamerika oder im Iran. Die hier dargestellte Methode schafft Räume für die Komplexität unserer individuellen Geschichten und bringt Tempo in die Sache der Erschliessung.

Die historischen Schwerpunkte dieser Arbeit bilden die 12 Jahre andauernde Terrorherrschaft der NSDAP unter Adolf Hitler in Deutschland (1933-1945) und die Terrorherrschaft der KPDSU unter Josef Stalin (1924 -1953) in der damaligen Sowjetunion-Russland. Beide Regime waren totalitäre Regime, die Macht weltweit anstrebten, angrenzende Staatsgebiete überfielen und besetzten, die Menschen, die dort lebten, entrechteten, und sie, sowie ihre Städte vernichteten. Das hatte weitreichende Folgen in Europa. Neue Grenzen wurden gezogen, Menschen vertrieben, Archive verbrannt. Und wieder wurden Länder besetzt. (Ungarn 1956, CSSR Prager Frühling 1968)

Diese Regime und die Bürgerkriege der willkürlichen Gewalt wie beispielsweise der spanische Bürgerkrieg 1936-1939 hinterliessen einen tiefen Abdruck von Zerstörung in den Menschen Europas. Alle waren davon betroffen. Und darum wird es bei den Menschen, denen ich begegne, und deren Geschichten ich erzähle, gehen. Es sind schmerzliche und schöne, tragische und heitere Schicksale, die im Verborgenen geblieben wären, hätte nicht eine gute Seele etwas von dem Anderen bewahrt, und wäre da niemand gewesen, der gefragt und notiert hätte. Wir lernen hier vom Leben. Familienforschung und das in die Welt bringen der Geschichte des Einzelnen ist ein Akt der Aufklärung, der Selbstbehauptung, der Emanzipation und der Liebe. Beim Forschen verstehst du: verdunkelt sich auch der Horizont, so ist doch der mitfühlende und handelnde Mensch das Licht der Welt.

Berlin, 20.Juli 2026
Gabriella Sarges

 

– beobachten – festhalten – beschreiben – erfahren –

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