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Beispiele – 11 – der Heimkehrer Josef K.

Der Heimkehrer Josef K.

Der böhmische Chauffeur Josef K. wurde von den tschechischen sogenannten Volksgerichten 1946 zu zehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt, die er in verschiedenen Gefängnissen in der Tschechoslowakei (CSSR) verbringen muss. Er kehrt im Jahr 1956 in eine fremde Stadt zu seiner Familie zurück und nimmt sich sechs Monate später das Leben

Familie K. im Jahr 1936 in Böhmen CSSR

„Mein Vater wurde …. wie heißt das? ….   “

„Denunziert?“

„Ja. Denunziert.“

„Ein Bauer behauptete, dass Josef 1938 in der Zeit des „Anschluss“ als die Schießereien losgingen in Haberspirk, einen tschechischen Polizisten erschossen hat. Aber das stimmte nicht. Mein Vater musste mich von Karlsbad mit seinem Moped abholen, was ihm auf der Anlage zur Verfügung stand. Es fuhr ja nichts wegen dem Anschluss und den Schießereien. Mein Vater war ja gar nicht in Haberspirk. Da ist meine Mutter zu dem Bauern gegangen und hat gebeten darum auf Knien, dass er seine Aussage zurücknimmt, aber der hat gesagt, dass er das, was er einmal gesagt hat, nicht zurücknehmen kann. Wir hatten mit der Politik des … Großdeutschland nichts zu tun. Das hat uns garnicht interessiert.“