I – 15 – Unsichtbares sichtbar machen
Unsichtbares sichtbar machen –
Rekonstruktion von Familiengeschichte ist eine Arbeit, die viel Selbstkontrolle verlangt. Macht man einen Fehler, ist man nicht nur selbst in der Recherche fehlgeleitet. Dieses an sich natürliche Problem beim Forschen ist ein Fallstrick für den Forscher gegenüber seinen Skeptikern. Sie lasten dir Fehler vordergründig an und sagen: deine Arbeit taugt nicht. Oder du lieferst eine jahrelange Forschung mit Beweisen und sie sagen: das haben wir doch schon alles gewusst. Das ist nicht Neues! Und drehen sich um und gehen. Man soll sich weder von der einen, noch von der anderen Reaktion der Abweisung beeindrucken lassen und das Projekt weiter verfolgen. Im Wesentlichen macht man bei der Forschung Unsichtbares sichtbar. Du stellst eine Beziehung zur Realität her.

Fort de Queuleu Gedenkstätte /SS und Gestapo Folterlager
Im Foto: Häftlinge unter der Folter im Fort Queuleu in der Stadt Metz. Das Foto stammt aus der Gedenkstätte Struthof Natzweiler. Die Häftlinge mussten auf den langen Holzbänken mit verbundenen Augen stundenlang gerade sitzen ohne sich zu bewegen. Sie wurden von hinten geschlagen. Der Schlag kam immer aus dem Nichts und hat die Menschen extrem traumatisiert.