I – 19 – die Geburt der Genozid Konvention – Raphael Lemkin
Die Geburt der Genozid Konvention –
Erst der Jurist und Aktivist Rafael Lemkin hat mit der Entwicklung und Durchsetzung der Genozid Konvention in der U.N. in dieser Welt klargestellt, dass das Vernichten von Menschengruppen unter Strafe gestellt werden muss. Und das war eine „one man operation! Lemkin war auch der Erste, der die Qualität des Holodomor (Töten durch Hunger) 1932-1933 in der Ukraine als Genozid erkannt hatte. Die UN Genozid Konvention wurde als erste Menschenrechtskonvention 1948 beschlossen und trat 1951 in Kraft.
Raphael Lemkin hatte am Ende seines Lebens weder Geld für ein Zimmer und konnte kaum sein Essen bezahlen. Er sprach von einer Krankheit, die er hatte, deren Ursache die Ärzte nicht ausmachen konnten. Diese unzähligen schlaflosen Nächte.
„I suffered such a severe attack of agonizing pain that I could hardly breathe. (…) “Nobody had established my diagnosis. I defined it myself and I called it Genociditis: exhaustion from the work on the genocide Convention.”
„My nights turned into nightmares. Dreams came incessantly and compellingly. Visions of my parents in these dreams became very realistic. I saw the interior of a train. A drab light was falling on people sitting on the floor. Among them was my mother, stony-faced, her eyes saying nothing, her mouth silent as ice. Where was she going? Was it her last journey? (…) My health was deteriorating. (…) Nervous exhaustion, high blood pressure, slow down, rest, relax”. Raphael Lemkin; Totally Unoffical, USA, Yale University Press, 2013
Rafael Lemkin brach am 29. August 1959 mit 59 Jahren an einer Bushaltestelle an der 42. Straße in New York City zusammen und starb auf einer Polizeistation.
Im Foto: Raphael Lemkin (1900-1959) Lemkin kam aus dem Rajon Selwa, einer osteuropäischen Ebene die seinerzeit Russisches Reich war. Er stammte aus der Stadt Bezwodne. Lemkin verlor seine Familie im Holocaust.